Eine Velotour führte uns ins Landesinnere durch eine wunderbare Landschaft aus riesigen Feldern – vorbei an Grachten, Flüssen und schönen Windmühlen. Vom Camping in Katwjik an Zee ging’s immer auf «Fietsrouten» den »Knooppunten» nach – zuerst mal bis nach Lisse, einer kleinen Ortschaft mit einer gemütlichen Fussgängerzone. Die Gartenterrasse vom «pannenkoekenhuis vrouw holle» sah so gemütlich und liebevoll gepflegt aus, dass wir uns eine kleine Pause gegönnt haben. Und natürlich haben wir auch einen «pannenkoeken» probiert – war super lecker! Holland-Kaag04Danach ging’s bis nach Buitenkaag, von wo aus wir mit einer Fähre auf die Kaager Insel übergesetzt haben. Dort fuhren wir dann gemütlich durch Kaag, ein wirklich wunderschönes Dorf, wo man fast das Gefühl hat, in einem Freilichtmuseum zu sein. Als der Veloweg plötzlich abrupt endete, waren wir kurz überfordert. Holland-Kaag08Die Strasse führte geradewegs an das Seeufer – aber da war doch auch ein Knooppunt-Wegweiser? Hä? Nach kurzer Ratlosigkeit haben wir dann gesehen, dass es hier eine Velo- und Fussgänger-Fähre gibt, und die ist halt irgendwie in die Veloroute eingerechnet. Nach einer halben Stunde Wartezeit kam dann auch die kleine Fähre, die wir dann ganz für uns hatten. Der freundliche Fährmann brachte uns auf diesem Weg nach Zevenhuizen. Dort mussten wir dann wieder in die Pedale steigen um weiter zu kommen. Wir studierten die Fietsenknoopunt-Tafel und steuerten die nächste Nummer an, die uns in Richtung Katwjik führte. Entlang der Grachten und endlosen Feldern kamen wir immer wieder an Windmühlen vorbei, welche früher genutzt wurden, um tiefer gelegene Gebiete vor Überschwemmungen zu schützen. Mit diesem Wassersystem wurde das Wasser in andere höher gelegene Gebiete transportiert. Als uns dann plötzlich ein Schiff überholte, waren wir schon ein Wenig irritiert, bis uns klar wurde, dass da – etwa einen Meter höher gelegen – ein Kanal ist… Bei den vielen Grachten muss man sowieso aufpassen wohin einen der Weg führt, da es nicht überall Brücken hat. Am Fluss Zijl (oder ist’s ein Kanal, oder ne Gracht…?) mussten wir dann wieder eine Fährstation suchen. Gesucht, gefunden, gefahren – und schon waren wir wieder auf einem «Fietspad», der uns dann irgendwie wieder nach Katwijk aan Zee führte.
Insgesamt hatten wir am Ende des Tages knappe 70 km auf dem Tacho. Unser Fazit nach dieser Tour: Es war ein echt gelungener Ausflug! Die Umgebung ist einfach nur fantastisch – diese endlose Weite ist etwas, das uns Schweizer aus den Bergen halt schon beeindruckt.

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