Am Schnellsten erreicht man Holland wohl, wenn man die Nacht durchfährt. Dies ist aber nichts für uns, denn wir sehen gerne wo uns die Reise so durchführt. Also haben wir uns entschlossen, in mehreren Etappen nach Holland fahren und nicht einfach von A nach B zu stressen. Begonnen hat unsere Reise beim Hegau Familiencamping nah der deutschen Grenze. Dort hatten wir unseren Wohnwagen schon für einige Wochen aufgestellt. Die erste Etappe führte uns nach Heidelberg. Wir hatten gehört, dass dies ein schönes Städtchen sein soll und wollten uns nun selber ein Bild davon machen. Also war unsere erste Station der Campingplatz Waldorf Astoria in der Nähe von Heidelberg. Es war eine kurze Fahrt, zuerst durch eine schöne Landschaft von Wäldern und saftig grünen Wiesen, die an die Autobahn grenzten. Nach dem Mittag angekommen, haben wir wieder mal etwas dazu gelernt: wir sollten nächstes Mal bei der Routen-Planung nicht vergessen abzuklären, wann Mittagsruhe ist. Wir standen eine geschlagene Stunde (!) vor verschlossenem Tor. Als dann endlich um 15 Uhr das Tor geöffnet wurde, bekamen wir einen Durchgangsplatz zugewiesen, bei dem der Wohnwagen nicht mal abgehängt werden musste – ist natürlich super so für eine Nacht. Also Stützen runter, Velo abladen, und los in Richtung Heidelberg, wo wir ca. 30 Minuten später angekommen sind. Wir können nun bestätigen: es ist ein schönes kleines Städtchen, das zum Verweilen einlädt. Es gibt eine schöne Fussgängerzone mit abwechslungsreichen kleinen Läden und für die Verpflegung hat es genügend Restaurants. Für eine Schlossbesichtigung fehlte uns leider die Zeit, aber von der schönen «Alten Brücke» aus hat man einen tollen Blick auf das Schloss. Diese Brücke mussten wir natürlich überqueren, auch wenn auf der anderen Seite nicht viel los ist, aber das soll wohl dazu gehören in Heidelberg. Nach einem gemütlichen Aufenthalt in Heidelberg, ging es dann wieder aufs Velo und zurück zum Camping.

Am andern Tag stand uns eine ca. 250 km lange Strecke nach Köln bevor. Es gibt zwei mögliche Autobahnen, die von unserem Standort nach Köln führen. Die eine über Darmstadt–Limburg an der Lahn, die andere via Koblenz–Bonn. Den Campingplatz, den wir in Köln ausgesucht hatten, liegt auf der Strecke von Bonn nach Köln, also haben wir uns für diese Variante entschieden. Wie üblich in Deutschland, ist Stau ein ständiger Begleiter auf den Autobahnen und dies konnten wir auch nicht ganz umgehen. Aber irgendwann – Stunden später – haben wir dann doch unsere Parzelle auf dem Camping Berger beziehen können. Der Platz liegt südlich von Köln bei Rodenkirchen bei Rheinkilometer 681. Entlang des Rheinufers führt ein toller asphaltierter Veloweg nach Köln und so erreichten wir in ca. 20 Minuten die Stadt. Am Bahnhof besteht ein überwachtes Veloparkhaus, das wir dann auch genutzt haben für unsere E-Bikes. Dadurch, dass wir zwei Nächte eingeplant hatten, konnten wir einen ganzen Tag in Köln verbringen, was uns absolut genügte, um diese Stadt zu besichtigen.

Die letzte Etappe unserer Anreise betrug dann noch ca. 280 km. Wir fuhren via Düsseldorf–Duisburg–Arnheim–Utrech bis nach Katwijk aan Zee. Auch auf dieser Strecke haben wir wieder wunderbare Landschaften gesehen, je näher wir Holland kamen, desto flacher wurde die Gegend. Für uns «Berg-orientierte-Menschen» ist das natürlich speziell – aber schön. Die Fahrt verlief ohne Komplikationen und so kamen wir im Laufe des Nachmittags auf dem Vaakanzienpark Noorduinen an. Da hatten wir noch genügend Zeit den Wohnwagen und das Vorzelt aufzustellen und uns einzurichten. Wir verbrachten dort eine sehr schöne Zeit und hatten sogar Glück mit dem Wetter. Da unser Camping am Meer lag, zogen die Regenwolken meist ins Landesinnere weiter, bevor sie sich dann entleerten. Was wir in Holland erlebt haben, könnt Ihr gerne in den entsprechenden Blogs lesen, wo wir auch viele Bilder zeigen.

Die Heimreise haben wir dann etwas kürzer gestaltet. Von Katwijk aan Zee via Endhoven und Mönchengladbach fuhren wir bis nach Winningen südlich von Koblenz. Dies war eine Strecke von ca. 370 km. In Winnigen haben wir einen tollen Übernachtungsplatz auf der Ferieninsel Camping Winnigen gefunden. Nah der Autobahnausfahrt und doch weit genug entfernt, um vom Lärm nicht gestört zu werden. Der Platz ist unparzelliert und wir hatten genügend Platz für unser Gespann. Die Umgebung an der Mosel soll ja auch sehr schön sein, aber leider neigten sich unsere Ferien ja dem Ende entgegen, doch wer weiss, vielleicht machen wir dort auch mal einen längeren Stopp. Obwohl der Platz eine sehr schöne Lage hat so direkt an der Mosel, würden wir für eine längere Zeit einen anderen Platz bevorzugen. Das Sanitärgebäude ist schon ziemlich veraltet und könnte eine Generalüberholung brauchen. Für unseren Zwischenstopp aber war das genügend und wir konnten einen schönen Sommerabend an der Mosel geniessen.

Die nächste Etappe von wieder ca. 370 km führte uns dann bis nach Colmar. Ursprünglich wollten wir eine Nacht in Riquewihr einlegen, da wir dieses kleine Städtchen im Elsass von anderen Ausflügen kennen und es dort einen Campingplatz gibt. Ohne uns weiter zu erkundigen, fuhren wir also zielstrebig los. Aber als wir dort ankamen, sahen wir zwar den Wegweiser zum Camping auf dem allerdings auch «Camping geschlossen» stand. Enttäuscht suchten wir in Colmar einen «Ersatz»-Platz. Den haben wir dann auch gefunden, aber wir merkten schnell den französischen Einschlag. Eine etwas ältere und vor allem nicht sehr gepflegte Anlage und die Sanitäranlagen hauten uns auch nicht aus den Socken. Und dann hat sich zu allem Übel noch ein Unwetter mit Sturmböen, Regenschauern und Hagel angemeldet und wir hofften, dass wir – vor allem vor Hagel – verschont bleiben. Nach einer stürmischen Nacht, aber zum Glück ohne Hagel, nahmen wir die letzte Etappe in Angriff und kamen gut bis nach Hause.

Wir hoffen Euch hat dieser Bericht gefallen. Wenn Ihr Lust habt, schaut Euch doch in den andern Beiträgen noch an, was Holland alles so zu bieten hat.

Campingplätze, die wir auf dieser Reise besucht haben

Vakantiepark Noordduinen ****

Camping Berger ****

Campingplatz Walldorf Astoria

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