Die grösste Herausforderung der Wohnwagenbesitzer sind wohl die Gewichte. Dies beginnt beim Kauf des richtigen Wohnwagens und zieht sich dann als Dauerthema immer weiter – sei es beim Einrichten der Erstausstattung oder dann beim laufenden Ergänzen von Zubehör. Tauscht man sich mit anderen Campingbesuchern in den Ferien über die Wohnwagen aus, ist das Thema Gewicht schnell auf dem Tisch.
Hier mal eine kleine Hilfestellung, was all die Gewichtsangaben bedeuten. Von den Wohnwagenherstellern werden meist vier Gewichte angegeben: Masse des leeren Fahrzeugs, Masse im fahrbereitem Zustand, zulässige Gesamtmasse, maximale Zuladung.

Die Masse des leeren Fahrzeugs gibt an wie schwer der leere Wohnwagen ist. Klingt logisch, aber warum gibts da noch die Angabe des fahrbereiten Zustand? Bei diesem Gewicht sind schon einige grundsätzliche Utensilien eingerechnet wie z.B Gasflasche, Kabeltrommel oder ein gefüllter Tank. Am besten erkundigt man sich hier beim Händler. Die Angabe der zulässigen Gesamtmasse wird nun für den Camper interessant. Dieses Gewicht darf nicht überschritten werden, wenn der Wohnwagen mit allem drum und dran geladen ist. Und auch muss hier berücksichtigt werden, dass das Zugfahrzeug dieses Gewicht ziehen darf.

Die interessanteste Gewichtsangabe für den Camper ist aber die Zuladung. Mit dieser wird angegeben, vieviel Gewicht geladen werden darf. Zu diesem Gewicht zählen dann nebst den ganzen Utensilien (wie zum Beispiel die Küchenausstattung), die man einräumt auch ein montierter Mover, die eingebaute Sat-Antenne oder das Wasser, das für die Reise in den Tank gefüllt wird. So kommt dann schon einiges zusammen, und wenn dann noch Fahrräder oder – wie bei uns die E-Bikes – aufgeladen werden, wird die Zuladung immer kleiner.

Bei den meisten Wohnwagen-Modellen ist eine Auflastung gegen Aufpreis möglich. Dies bedeutet, dass ein höheres Gesamtgewicht, also auch eine höhere Zuladung möglich ist. Wir können nur empfehlen, das Geld in die Auflastung zu investieren, da sich die Ausstattung von Jahr zu Jahr immer weiter entwickelt – wir sprechen da aus Erfahrung 😉

Wenn wir uns auf den Campingplätzen jeweils umsehen, sind wir ja nicht sicher ob die Gewichtslimite bei allen Campern eingehalten wird. Was da zum Teil alles aus dem Wohnwagen geräumt wird, lässt die Vermutung aufkommen, dass doch der eine oder andere definitiv zu schwer unterwegs ist.

Auch immer wieder ein Thema ist die Stützlast. Die Stützlast gibt an, wieviel Gewicht auf der Anhängerkupplung liegen darf. Hierbei ist zu beachten dass es zwei Angaben der Stützlast gibt. Der Wohnwagen selbst hat eine Stützlast und das Auto resp. die Anhängerkupplung. Die können voneinander abweichen – die tiefere Angabe darf aber nicht überschritten werden. In unserem Fall ist dies eine echte Herausforderung, da wir zwei E-Bikes auf der Wohnwagendeichsel transportieren und unser Zugfahrzeug eine max. Stützlast von 80 kg hat.

Wie ihr seht, ist es ein nicht ganz einfaches Thema. Aber eben, der Sicherheit wegen sollte man sich mit den Gewichten auseinandersetzen und die Limiten einhalten. Dies gibt Euch und den anderen Verkehrsteilnemern Sicherheit.

 

Wie soll nun der Wohnwagen geladen werden

Dazu gibt es jetzt  kein Allgemein-Rezept, aber hier einfach mal ein paar Tips.

Wie kann man also die Gewichtslimiten einhalten um eine hohe Sicherheit zu gewährleisten. Die Stützlast sollte, wenn möglich bis zum Maximalgewicht genutzt werden. Dies soll das Risiko verringern, dass der Wohnwagen ins Schlingern kommt. Das Maximalgewicht der Stützlast zu erreichen, ist für uns aufgrund der hohen Gewichtsbelastung durch die E-Bikes kein Problem. Im Gegenteil. Wir müssen sogar etwas Gegengewicht laden, um die Stützlast nicht zu überschreiten. Also haben wir im hinteren Teil, sprich hinter der Wohnwagenachse das Stangenmaterial für das Vorzelt geladen. Auch unsere Mover-Autobaterie im Wageninnern liegt hinter der Achse und so haben wir einen guten Ausgleich und können die Stützlast optimal einhalten.

Empfehlenswert aber von Natur aus schon gegeben sollten schwere Dinge nicht oben verstaut werden sondern unten. Es kann immer mal vorkommen, dass ein „Schränkli“ nicht richtig geschlossen ist und so während der Fahrt alles im Wohnwagen verteilt wird – vorzugsweise  sind es dann eben nur leichte Gegenstände die kein grossen Schaden anrichten.

Idealerweise sind schwere Gegenstände möglichst nah bei der Achse zu laden. Zugegeben, dies ist meist nicht möglich da Kleiderschrank und Bad oder Küche bei vielen Modellen auf der Achse sind. Bei uns ist das Stangenmaterial vom Vorzelt im Wohnwagen verstaut und dies unter dem Sitzbank. So sind sie während der Fahrt gut gesichert können keinen Schaden anrichten. Die Gasflasche hat natürlichen ihren fixen Platz im Gaskasten. Wegen unseren schweren E-Bikes wäre es ideal die Gasflasche anders zu platzieren, aber dies kommt für uns nicht frage, auch nicht dass wir die Flasche im Auto mitnehmen! Das Vorzelt und den Teppich sind in verschiedenen Taschen verstaut und werden im Wohnwagen transportiert. Diese sind unter dem Tisch, eingeklemmt und können sich so nicht verutschen während der Fahrt.

Wie schon erwähnt, alles zu berücksichtigen beim Laden ist ein Ding der Unmöglichkeit. Wir versuchen einfach die wichtigsten Punkte einzuhalten um eine möglichst hohe Fahrsicherheit zu gewährleisten.

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